Gesundheitskommission MV nimmt Prävention verstärkt in den Blick
Die Expertenkommission zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (kurz: Gesundheitskommission MV) will eine Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention entwickeln, um die Gesundheit der Bevölkerung maximal zu fördern, zu erhalten und das Auftreten von Erkrankungen zu verhindern. Darauf verständigte sich das aus Vertreterinnen und Vertretern aus allen Bereichen des Gesundheitswesens bestehende Gremium auf seiner heutigen Sitzung in Schwerin.
„Angesichts des stetigen Anstiegs chronischer und psychischer Erkrankungen müssen wir frühzeitiger ansetzen und Prävention und Gesundheitsförderung als gesamtgesellschaftlichen Aufgabe begreifen“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese, die eine der beiden Vorsitzenden der Gesundheitskommission MV ist. „Dazu gehören zum Beispiel Bewegungsförderungsangebote für alle Altersklassen, eine bessere Suchtprävention, aber auch Strategien gegen Einsamkeit oder die Stärkung Sozialer Netze“, so Drese.
Drese machte deutlich, dass Gesundheitsförderung und Prävention nicht nur einen positiven Effekt für jede und jeden Einzelnen haben, sondern auch dazu beitragen, Krankheits- und Krankheitsfolgekosten zu reduzieren.
„Mit einer Landesstrategie wollen wir Maßnahmen und Angebote bündeln, kommunale Strategien unterstützen, Versorgungslücken schließen und die intersektorale Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen und Organisationen stärken“, verdeutlichte Drese. Deshalb sei beim Themenfeld Prävention eine Kooperation zwischen Land, Kommunen, Gesundheitseinrichtungen, Krankenkassen und Wissenschaft, aber auch Kitas, Schulen, Unternehmen und Vereinen besonders wichtig. „Auch hier besteht noch Luft nach oben, etwa bei der Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen und im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements“, betonte Drese.
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