Oldenburg: SWK-Empfehlungen zur sprachlichen Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche bieten wichtige Impulse für die künftige Arbeit
Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Simone Oldenburg, hat die jüngst veröffentlichten Empfehlungen der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission zur sprachlichen Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche „als wichtigen Impuls für die künftige Arbeit“ in diesem Bereich gewürdigt. „Wir sind während der Konferenz in einen intensiven und ertragreichen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der SWK getreten. Diese Empfehlungen enthalten wertvolle Vorschläge, um die Integration und die Bildungschancen dieser Schülerinnen und Schüler zu verbessern und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern“, betonte die Ministerin im Anschluss an die Beratungen in Berlin.
Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz: „Die sprachliche Bildung ist der Schlüssel zur Integration. Mit den Empfehlungen der SWK haben wir eine solide Grundlage, um die Bildungschancen neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher nachhaltig zu verbessern. Sie sind ein wichtiger Schritt, um mehr Chancengerechtigkeit zu erreichen und die Potenziale dieser jungen Menschen voll zur Entfaltung zu bringen."
Die Empfehlungen der SWK werden jetzt in die weiteren Beratungen der Bildungsministerkonferenz einfließen. Anfang Juni wird eine Fachtagung mit Expertinnen und Experten in Rheinland-Pfalz stattfinden. Ziel ist es dabei, die wissenschaftlichen Erkenntnisse der SWK so aufzubereiten, dass sie für den Schulalltag einfach und dabei zielgerichtet umsetzbar sind. Damit Lehrkräfte, aber allen voran Schülerinnen und Schüler davon profitieren können.
Zusammenfassung der SWK-Stellungnahme
Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche mit geringen Deutschkenntnissen unterscheiden sich stark in ihrem Lebensalter, ihren vorhandenen Sprachkompetenzen und ihrem schulbezogenen Vorwissen. Der Spracherwerb ist ein längerer Prozess von mehreren Jahren. Die Kinder und Jugendlichen sind auf professionelle Sprachförderung angewiesen, die ihren heterogenen Sprach- und Lernvoraussetzungen gerecht wird.
Um angesichts der individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sowie der unterschiedlichen organisatorischen Rahmenbedingungen in den Ländern eine effektive Sprachförderung zu ermöglichen, empfiehlt die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) den Ländern mit der Stellungnahme zur sprachlichen Bildung drei Ansatzpunkte, mit denen die Sprachförderung individuell angepasst und verbessert werden kann:
- Empfehlung 1: Verfahren der Diagnostik etablieren, die für Entscheidungen über Maßnahmen der sprachlichen Bildung von Kindern und Jugendlichen grundlegend sind.
- Empfehlung 2: Ein Maßnahmepaket zur sprachlichen Bildung zentral entwickeln, das von den Schulen adaptiert und umgesetzt wird.
- Empfehlung 3: Evidenzbasierte Angebote der Qualifizierung von Lehrkräften für sprachliche Bildung schaffen.
Zur Stellungnahme „Sprachliche Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche gestalten – Maßnahmen zur Förderung der Zielsprache Deutsch“ im Download: https://swk-bildung.org/content/uploads/2024/12/SWK-2025-Stellungnahme-SprachlicheBildung.pdf